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Die Planung für das Rennen 2018:

Der Jennerstier 2018 wird wie im letzten Jahr im Rahmen des SKIMO Alpencups zwei Rennen an zwei Renntagen bieten. Aber nichts so beständig wie Veränderung. Dies ist beim Jennerstier fast schon traditionell, so auch 2018. Da die Seilbahn zum Jenner derzeit neu gebaut wird und in dieser Wintersaison Bau- statt Skibetrieb am Jenner stattfindet, ist der Jennergipfel und der obere Teil des großen Spinnergraben nur erschwert erreichbar, auch andere Teile des Jenners sind von der Bau-tätigkeit betroffen. Dafür ist allerdings der Skibetrieb eingestellt und ein Großteil der Pisten steht für das Rennen zur Verfügung. Deshalb werden sich die Strecken gegenüber dem Vorjahr ändern.

Wie im Vorjahr ist das Vertical-Rennen wieder am Samstag und das Individual-Rennen am Sonntag geplant. Beide Rennen werden wieder als (offene) Deutsche Meisterschaft ausgetragen und zählen zur Wertung des SKIMO-Alpencups 2018. Nachfolgend sind alle – jetzt bekannten - Infos zum Rennen zusammengefasst:

Der Jennerstier ist und bleibt das bedeutendste Skibergsteigen-Wettkampf auf deutschen Boden, nicht zuletzt deshalb plant der Deutsche Alpenverein sich für 2019 um den ersten deutschen Weltcup im Skibersteigen am Jenner zu bewerben. Zuvor müssen die Organisatoren allerdings noch den 13. Jennerstier unter „erschwerten“ Bedingungen über die Bühne bringen. War es bisher meist die Schnee- oder Wetterlage, die das OK-Team das eine oder andere Jahr zu Streckenanpassungen zwang, so ist es dieses Jahr der Neubau der Jennerbahn. Für die Saison 2017/18 steht keine Bahn auf den Jenner zur Verfügung, erschwerend kommt hinzu, dass die Seilbahngesellschaft die Bauarbeiten am Berg auch im Winter fortführen will. Für das Rennwochenende sicherte die Berchtesgadener Bergbahn den Organisatoren jedoch alle Unterstützung für das Rennen zu.

Deshalb ist sich das OK-Team sicher auch 2018 wieder ein anspruchsvolles Rennen durchzuführen zu können. Im Gegensatz zu den Vorjahren ist dieses Mal wieder ein „klassisches“ Individualrennen mit Start und Ziel am gleichen Ort geplant. Wo dieser Ort ist und wie der Streckenverlauf ist, wird endgültig der kommende Winter und die Schneelage zeigen, geplant ist aktuell im Tal zu starten. Das OK-Team der DAV Sektion Berchtesgaden verspricht auch für 2018 für eine anspruchsvolle und fordernde Strecke zu sorgen, bei der Teilnehmer und Zuschauer auf ihre Kosten kommen.

Vertical Rennen am Samstag

Am Samstag, 17.Februar beginnt der Jennerstier mit der Austragung der offenen Deutschen Meisterschaften im Vertical. Wenn es die Schneelage erlaubt, wird das Rennen auf der Strecke des Vorjahrs stattfinden. D.h. mit Start im Dorf Königssee und Aufstieg über die Skipiste zur Mittelstation. Das Ziel ist in diesem Jahr an dem Beckhaus geplant. Sollte der Schnee für einen Start im Tal nicht ausreichen, wird der Start nach oben in den Bereich der Mittelstation verlegt mit Ziel am Mitterkaser. 

Individual Rennen am Sonntag

Sollte ausreichend Schnee vorhanden sein, ist für 2018 auch beim Individual der Start im Tal oberhalb der Talstation und abschließende Abfahrt bis ins Tal, geplant. Zunächst erfolgt der Aufstieg über die Talabfahrt bis zur Mittelstation, von dort über die Jennerwiesen und dem kleinen Spinnergraben zum Jennergrat. Auf der langen Strecke wird wieder zum Gipfel aufgestiegen und je nach Lawinenlage über den Gr. Spinnergraben zur Mitte abgefahren um dann wieder zum Jennergrat aufzusteigen. Die kurze Strecke fährt wie im letzten Jahr in den Mitterkaserkessel ab und steigt auf der aus dem letzten Jahr bekannten Strecke zur Bergstation des Mitterkaser-Schlepplifts auf. Von dort erfolgt die Abfahrt zum Mitterkaser, ab hier – sollten es die Bauarbeiten zulassen – über den Hohlweg und die Talabfahrt bis hinab zum Dorf Königssee. Die genauen Daten der Strecken werden kurz vor dem Rennwochenende und in diesem Jahr erstmalig in einem Teilnehmerbriefing am Vortag des Rennens (im Rahmen der Siegerehrung des Vertical Rennens) bekannt gegeben.

Alle Infos zusammengefasst

Jennerstier-Vertical am 17.02.2018

Start: Schönau am Königssee, Pfeifflerfeld oberhalb der Talstation der Jennerbahn
Ziel: Hugo-von-Beck-Haus oberhalb der Mittelstation der Jennerbahn

Programm Vertical

Nennschluss: 15.02.2018, 18:00 Uhr
Streckenbesichtigung: 16.02.2018 13:00 – 16:00
Start: 17.02.2018, 11:00 Uhr

Jennerstier-Individual am 04.02.2018

Start und Ziel: Schönau am Königssee, Pfeifflerfeld oberhalb Talstation Jennerbahn

Programm Individual

Nennschluss: 15.02.2018, 18:00 Uhr
Streckenbesichtigung: 16.02.2018 ab 14:00 Uhr
Start: 17.02.2018, 11:00 Uhr

Änderungen sind dem Veranstalter vorbehalten!

 

 


 

Teilnahmebedingungen und Wettkampfreglement:

Zur Teilnahme  im Individual-Rennen ist die vollständige Sicherheitsausrüstung nach DAV-Reglement erforderlich, da das Rennen durch freies Tourengelände verläuft. Als Wettkampfreglement gilt das  DAV-Reglement.
 
Antidoping: Ein Start ist nur möglich, wenn die komplette DAV-Antidoping-Erklärung bei der Registrierung unterschrieben vorgelegt wird!
Download der Antidoping-Erklärung hier ...
 

Preisgelder:

Die jeweils 3 Tagesschnellsten Damen und Herren erhalten vom Deutschen Alpenverein ein Preisgeld, die nächstplatzierten 7 Herren und 2 Damen erhalten zusätzliche Sachpreise (Gutschein RIAP Sport).

Preisgeld - Vertical:           Preisgeld - Individual:

1. Platz   500 €                        1. Platz   800 €
2. Platz   300€                         2. Platz   600 €
3. Platz   150 €                        3. Platz   350 €

Zusätzlich erhalten alle Teilnehmer ein Giveaway (solange Vorrat reicht).

Die jeweils 3 Erstplatzierten der Klassenwertung erhalten Sachspenden des Hofbrauhaus Berchtesgaden, in der Cadetklasse werden Gutscheine und Sachpreise der Outdoorfirmen ausgelobt.

Für Teilnehmer am SKIMO AlpenCup 2018, bei dem Preise in einem Wert von insgesamt ca. 20.000 € ausgelobt sind, gehen die Ergebnisse in die Gesamtwertung ein.
 


Die Klassen:

Altersklassen - Tagessieger:

  • Cadets: 15-17 (2001-2003)

  • Junior: 18-20 (1998-2000) 

  • Senior: 21-44 (1974-1997)

  • Masters: ab 46 (1973 und älter)

Jugendklasse / Cadets:

Die Jugendklassen und Juniorinnen weiblich starten verpflichtend auf den kurzen Strecken. In der Klasse Cadets können in Ausnahmefällen auch jüngere Starter mit Einverständnis der Eltern starten (schriftliche Erklärung oder Anwesenheit der Eltern bei der Registrierung).

Damen:

Damen starten im Vertical auf der langen Strecke und im Individual auf der kurzen Strecke ohne Aufstieg zum Gipfel und Abfahrt durch den Spinnergraben.


DM-Wertung:

Bei der DM-Wertung gibt es bei beiden Rennen nur zwei Klassen je Geschlecht:
  •  Allgemeine Klasse: ab 21 Jahre - Deutsche(r) Meister Vertical bzw. Individual
  •  Jugend: 15-20 Jahre - Deutsche(r) Jugendmeister Vertical bzw. Individual

Der Deutsche Meistertitel wird nur vergeben, wenn in der entsprechenden Wertungsklasse mindestens drei Starter angetreten sind.
 

Angaben Stand 20.12.2017 – Änderungen vorbehalten.
 

Was macht den „Jennerstier“ so besonders?

Der „Jennerstier“ ist nur was für echte Stiere auf den leichten Skiern. Das Rennen am Rande des einzigen deutschen Alpennationalparks, dem „Nationalpark Berchtesgaden“, ist hart, steil und anspruchsvoll. Der Jenner ragt zwar nur 1.874 Meter gen Himmel, aber durch seine steilen Hänge mit Wechsel zwischen Waldpassagen, steilen Rinnen und freien Feldern kann er es vom Anspruch mit den ihn umgebenden hohen Bergen aufnehmen. Historisch gesehen war der Jenner schon vor dem Bau der Seilbahn vor 60 Jahren eines der ersten Skitourenziele der Berchtesgadener. Landschaftlich ist die Streckedurch die umgebenden Berge für Teilnehmer und Zuschauer äußerst reizvoll. Am Fuß des Jenners breitet sich der weltbekannte Königssee aus. Von gegenüber grüßt der sagenumwobene Watzmann und nebenan winkt der Hohe Göll. Skibergsteiger, die zum „Jennerstier“ kommen, dürfen sich auf abwechslungsreiches Gelände - Großteils im freien Skigelände - bergauf und mit spannenden, steilen Abfahrtsrouten freuen. 

Nach dem die ersten Rennen 2006 mit nur einem einzigen Aufstieg über 1.300 Hm von der Talstation direkt hinauf auf den Gipfel des Jenners und in einer steilen Abfahrt, über die teils über gesperrte Pisten, teils im freien Gelände zurück ins Tal führten, nähert sich die Strecke des Jennerstiers in den letzten Jahren mehr und mehr den Vorgaben des internationalen Verbands für Skibergsteigen (ISMF) an. So wurde der Start in den Bereich der Mittelstation verlegt, um damit das Rennen weitgehend im freien Skigelände außerhalb der Pisten durchführen zu können. Dabei wurde in den ersten Jahren das Format eines Rundenrennens mit zwei bis drei identischen Runden genutzt. 2016 wurde die Strecke abermals angepasst und erstmalig um eine spektakuläre, äußerst zuschauerfreundliche Runde im sog. Mitterkaserkessel ergänzt. Dadurch weist die Strecke beim Jennerstier nunmehr 4 Anstiege und 3 Abfahrten auf. Eine Besonderheit bleibt nach wie vor das Ziel nach einem Aufstieg an der Bergstation der Jenner-Bergbahn. Dadurch sind spannende Zieleinläufe gewährleistet und der Zuschauer kann die Sportler vor dem Ziel länger genießen und anfeuern.

Neu - ab 2017 - Vertikal-Rennen 

Durch die Aufnahme des Jennerstiers in den SKIMO-Alpencup werden beim Jennerstier seit 2017 zwei Rennen an einem Wochenende durchgeführt, neben dem klassischen Jennerstier-Individual-Rennen ein zusätzliches Aufstiegs-(Vertical-)Rennen. 

Das Vertical Rennen startet im Tal beim Dorf Königssee oberhalb der Talstation der Jennerbahn und führt über die Piste zur Mittelstation der Jenner-Bergbahn.

 

Faszination Skibergsteigen

Skibergsteiger gibt es viele und es werden immer mehr, in den letzten Jahren entwickelte sich hier in richtig gehender Trend. Gerade das Berchtesgadener Land entwickelte sich zu einem Hotspot der deutschen Skibergsteigerszene. Abseits von befahrenen Pisten, von Trubel und Remmidemmi suchen die einen Ruhe der Bergwelt, während die anderen sich (hin und wieder) im sportlichen Wettkampf wie dem Jennerstier oder der Watzmanngams messen wollen. Gemeinsam wollen beide aus eigener Kraft hinauf – und am liebsten durch unverspurten Pulverschnee wieder hinab. So wie früher, als es noch keine Liftanlagen gab und Skifahren zunächst mit einem Aufstieg begann. Heute gibt es auch immer mehr Skibergsteiger, die die vermeintlich sichere Infrastruktur der Skigebiete für den Aufstieg mit Tourenskiern und Abfahrt über die präparierten Pisten nutzen. Hierfür gibt es mittlerweile 10 "Gebote" die ihren Ursprung in Berchtesgaden am Jenner fanden, der schon seit langen Jahren von den sportlichen Skibergsteigern zum Training und von den "anderen" zum Weg in das dahintergelegene phantastische Skitourengebiet genutzt wurde.

Was die übrigens wenigsten wissen: das Skibergsteigen kann auch auf eine lange Tradition als Wettkampfsport zurückblicken. Bereits 1893 wurden in Deutschland die ersten Bewerbe ausgetragen, vor Bau der Jennerbahn fand regelmäßig ein Rennen mit Aufstieg von Gasthof Vorderbrand zum Jennergipfel und wieder hinab statt. In den Anfangsjahren waren die Rennen vor allem als militärische Patrouillenläufe populär, aus diesen Rennen entwickelten sich SKIMO-Klassiker wie die Mehrtagesrennen in den Westalpen (Patrouille de Glacier, Piera Menta ...). Von 1924 bis 1948 war diese Disziplin sogar im Programm der Olympischen Winterspiele verankert. Es gibt aktuell Bestrebungen Skibergsteigen in einer der nächsten Olympiaden wieder ins olympische Programm aufzunehmen. 

Auf nationaler Ebene ist der Deutsche Alpenverein (DAV) der vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannte Fachverband für das Wettkampf-Skibergsteigen. Der DAV unterhält eine Nationalmannschaft im Skibergsteigen, die seit langen Jahren zu großen Teilen aus Berchtesgadener Sportlern besteht. Als zuständiger Fachverband richtet der DAV die Deutschen Meisterschaften im Skibergsteigen aus. In den letzten 10 Jahren wurden die Deutschen Meisterschaften – in unterschiedlichen Wettkampfformen – fast immer am Jenner ausgetragen.

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