Freitag, 07.02.2020

0900 – 1215                   Registrierung Vertical im Rennbüro

1245                                Materialtransport zur Mittelstation

1300                                Start Vertical

1430                                Zielschluss Vertical

1600 - 1700                    TCM ISMF Rathaus Schönau

1730 - 1815                    Siegerehrung Vertical Weihnachtsschützenplatz

1815 - 1915                    Eröffnungsfeier ISMF Weihnachtsschützenplatz

Ab 1930                          Öffentliche Auslosung FIS

 

Samstag, 08.02.2020

0800 – 0945                   Registrierung Alpencup Individual

1000                                Start Individual ISMF SM EM

1030                                Start Individual Alpencup

1130                               Start Individual ISMF SW EW JM

1140                               Start Individual ISMF JW

1400                               Zielschluss Individual

1600 – 1700                   TCM ISMF

1730 – 1830                   Siegerehrung Alpencup am Weihnachtsschützenplatz

1830 – 1915                   Siegerehrung ISMF am Weihnachtsschützenplatz

Ab 1930                          Siegerehrung FIS und Startnummernverlosung

Ab 2000                          Sideevent

            

Sonntag, 09.02.2020

0930 – 0945                   Streckenbegehung

1000                               Start Qualifikation Sprint

1130                               Start Heats Sprint

1230                               Finale Sprint

1300                               Ende Sprint

1330 – 1500                   Abschlusszeremonie mit Siegerehrung Mittelstation Jennerbahn

 

 

Angaben Stand 24.10.2019 – Änderungen vorbehalten.
 

Was macht den „Jennerstier“ so besonders?

Der „Jennerstier“ ist nur was für echte Stiere auf den leichten Skiern. Das Rennen am Rande des einzigen deutschen Alpennationalparks, dem „Nationalpark Berchtesgaden“, ist hart, steil und anspruchsvoll. Der Jenner ragt zwar nur 1.874 Meter gen Himmel, aber durch seine steilen Hänge mit Wechsel zwischen Waldpassagen, steilen Rinnen und freien Feldern kann er es vom Anspruch mit den ihn umgebenden hohen Bergen aufnehmen. Historisch gesehen war der Jenner schon vor dem Bau der Seilbahn vor 60 Jahren eines der ersten Skitourenziele der Berchtesgadener. Landschaftlich ist die Streckedurch die umgebenden Berge für Teilnehmer und Zuschauer äußerst reizvoll. Am Fuß des Jenners breitet sich der weltbekannte Königssee aus. Von gegenüber grüßt der sagenumwobene Watzmann und nebenan winkt der Hohe Göll. Skibergsteiger, die zum „Jennerstier“ kommen, dürfen sich auf abwechslungsreiches Gelände - Großteils im freien Skigelände - bergauf und mit spannenden, steilen Abfahrtsrouten freuen. 

Nach dem die ersten Rennen 2006 mit nur einem einzigen Aufstieg über 1.300 Hm von der Talstation direkt hinauf auf den Gipfel des Jenners und in einer steilen Abfahrt, über die teils über gesperrte Pisten, teils im freien Gelände zurück ins Tal führten, nähert sich die Strecke des Jennerstiers in den letzten Jahren mehr und mehr den Vorgaben des internationalen Verbands für Skibergsteigen (ISMF) an. So wurde der Start in den Bereich der Mittelstation verlegt, um damit das Rennen weitgehend im freien Skigelände außerhalb der Pisten durchführen zu können. Dabei wurde in den ersten Jahren das Format eines Rundenrennens mit zwei bis drei identischen Runden genutzt. 2016 wurde die Strecke abermals angepasst und erstmalig um eine spektakuläre, äußerst zuschauerfreundliche Runde im sog. Mitterkaserkessel ergänzt. Dadurch weist die Strecke beim Jennerstier nunmehr 4 Anstiege und 3 Abfahrten auf.
 


 

Faszination Skibergsteigen

Skibergsteiger gibt es viele und es werden immer mehr, in den letzten Jahren entwickelte sich hier in richtig gehender Trend. Gerade das Berchtesgadener Land entwickelte sich zu einem Hotspot der deutschen Skibergsteigerszene. Abseits von befahrenen Pisten, von Trubel und Remmidemmi suchen die einen Ruhe der Bergwelt, während die anderen sich (hin und wieder) im sportlichen Wettkampf wie dem Jennerstier oder der Watzmanngams messen wollen. Gemeinsam wollen beide aus eigener Kraft hinauf – und am liebsten durch unverspurten Pulverschnee wieder hinab. So wie früher, als es noch keine Liftanlagen gab und Skifahren zunächst mit einem Aufstieg begann. Heute gibt es auch immer mehr Skibergsteiger, die die vermeintlich sichere Infrastruktur der Skigebiete für den Aufstieg mit Tourenskiern und Abfahrt über die präparierten Pisten nutzen. Hierfür gibt es mittlerweile 10 "Gebote" die ihren Ursprung in Berchtesgaden am Jenner fanden, der schon seit langen Jahren von den sportlichen Skibergsteigern zum Training und von den "anderen" zum Weg in das dahintergelegene phantastische Skitourengebiet genutzt wurde.

Was die übrigens wenigsten wissen: das Skibergsteigen kann auch auf eine lange Tradition als Wettkampfsport zurückblicken. Bereits 1893 wurden in Deutschland die ersten Bewerbe ausgetragen, vor Bau der Jennerbahn fand regelmäßig ein Rennen mit Aufstieg von Gasthof Vorderbrand zum Jennergipfel und wieder hinab statt. In den Anfangsjahren waren die Rennen vor allem als militärische Patrouillenläufe populär, aus diesen Rennen entwickelten sich SKIMO-Klassiker wie die Mehrtagesrennen in den Westalpen (Patrouille de Glacier, Piera Menta ...). Von 1924 bis 1948 war diese Disziplin sogar im Programm der Olympischen Winterspiele verankert. Es gibt aktuell Bestrebungen Skibergsteigen in einer der nächsten Olympiaden wieder ins olympische Programm aufzunehmen. 

Auf nationaler Ebene ist der Deutsche Alpenverein (DAV) der vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannte Fachverband für das Wettkampf-Skibergsteigen. Der DAV unterhält eine Nationalmannschaft im Skibergsteigen, die seit langen Jahren zu großen Teilen aus Berchtesgadener Sportlern besteht. Als zuständiger Fachverband richtet der DAV die Deutschen Meisterschaften im Skibergsteigen aus. In den letzten 10 Jahren wurden die Deutschen Meisterschaften – in unterschiedlichen Wettkampfformen – fast immer am Jenner ausgetragen.

 
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